"Vielfalt tut gut" - Aktuelles
Sondersitzung des Begleitausschusses
Am Dienstag, 21.10.2008 tagte um 17.00 Uhr in der Sondersitzung der Begleitausschuss des Bundesprogramms "Vielfalt tut gut. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie". Der Vertreter der Regiestelle "gsub" des Programms "Vielfalt tut gut" in Berlin, Matthias Gerlach, nahm an der Sitzung teil. Die strukturelle Entwicklung des LAPs Burg und die Projektaktivitäten, besonders die integrierten Projekte (Integrationslotse, Freiwilligenagentur), wurden von der Regiestelle als sehr professionell bewertet. Die herausragende Zusammenarbeit mit den Akteuren in Burg und das Engagement der MitarbeiterInnen der Koordinierungsstellen (Frau Blum, Frau Backhaus) wurde ausdrücklich gelobt. Die Evaluation der ersten Förderperiode und die inhaltlichen Vorschläge für das zweite Jahr räumen eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit der Weiterfinanzierung seitens des Bundesministeriums ein.
Die Auswertung der durchgeführten Projekte und Ergebnisse der Längsschnittstudie zur Orientierung der Burger SchülerInnen 8. und 9. Kl. hinsichtlich gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit der TH Friedensau wurden in der Sitzung vorgestellt. Laut Ergebnissen der Studie, nehmen Jugendliche Ausländer als Problemgruppe wahr. Besonders besorgniserregend ist, dass trotz eines sehr geringen Anteils der Ausländer in der Bevölkerung (1,2-1,6 %), 42 % der Jugendlichen angeben, dass das Merkmal "hoher Anteil von Ausländern" auf die Stadt Burg zutreffe. Knapp 30 % der befragten Schülerinnen und Schüler zeigen eine mehr oder weniger intensiv ausgeprägte Ablehnung von Ausländern. In der Gesamtbevölkerung ist der Anteil an ablehnend Eingestellten ebenso groß, in Ostdeutschland und besonders unter ostdeutschen Senioren ist die Ablehnung noch höher als bei den befragten Jugendlichen.
Herr OB Sterz fasste zusammen, dass die Ergebnisse der Studie die Notwendigkeit der Fortführung des Programms in Burg bestätigen.