"Vielfalt tut gut" - Aktuelles
Wertschätzung aus Berlin: „Wir wollen gern dass, was Sie hier tun, erhalten“
Am 03.06.2009 fand im Verwaltungsgebäude der Stadt eine Sitzung des Begleitausschusses des Lokalen Aktionsplans Burg im Rahmen des Bundesprogramms „Vielfalt tut gut“ statt. Das Programm wird schon seit fast zwei Jahren umgesetzt.
Der Gast der Sitzung, der Vertreter der Regiestelle des Bundesprogramms „gsub“ (Gesellschaft für soziale Unternehmensberatung) in Berlin, Herr Martin Gerlach hat zu diesem Anlass zur Nachhaltigkeit der Lokalen Aktionspläne referiert sowie Impulse und Beispiele für weitere strategische Entwicklung auf der kommunalen Ebene gegeben.
Der Referent betonte, dass durch die Bundesauszeichnung „Ort der Vielfalt“, die Stadt Burg eine verdiente Würdigung für sichtbares und professionell umgesetztes Engagement erfahren hat. Der Lokale Aktionsplan Burg hat in der kurzen Zeit des Bundesprogramms eine sehr positive und zielorientierte Entwicklung gezeigt. Die Verringerung der Anzahl der geförderten Projekte im Vergleich zur ersten Förderperiode zugunsten von Projekten mit strategischer Wirkung hat der Vertreter der Regiestelle mit Blick auf die nachhaltige Wirkung des Programms als „den richtigen Weg“ bezeichnet. Die konsequente Einbindung von MigrantInnen und das hohe Niveau in der Umsetzung der Projekte seien besonders erfreulich. Auf diese Weise werden die Träger gestärkt, die sich zu einem wichtigen Partner für die Politik und Verwaltung in der inhaltlichen Entwicklung der kommunalen Arbeit im Themenbereich vom Bundesprogramm entwickeln und etablieren können. Die traditionelle Trägerlandschaft wird somit durch engagierte Akteure ergänzt und bereichert. Als Beispiele der besonders nachhaltigen Projekte in diesem Zusammenhang wurden die Projekte „Freiwilligenagentur“ und „Integrationslotsin“ genannt.
In seinen Ausführungen hat Herr Gerlach unterstrichen, dass nunmehr die Hauptverantwortung für das Erreichen einer Nachhaltigkeit bei den Akteuren in kommunaler Verantwortung liegt. Jede Kommune sucht einen eigenen Weg, um die Nachhaltigkeit des LAPs wirkungsvoll zu gestalten. Die Wege können u.a. sein: Erhalt der Netzwerke und/ oder des Begleitausschusses als Gremium, in das andere kommunale Entscheidungen verlagert werden; Einflussnahme auf zukünftige Förderkriterien; Fördermittelaquise für Kommune und Träger auf Landes-, Bundes- oder europäischen Ebene, Erhalt der strategischen Kompetenzen durch personalstrategische Entwicklungen in den Verwaltungsstrukturen; Einbindung der politischen Entscheidungsträger ins das Themenfeld u.a.
Der Vertreter der Regiestelle hat angeregt, Bundesmittel auch für Maßnahmen der strategischen Entwicklung in Anspruch zu nehmen. Am Beispiel eines Projektes „Sozialraumanalyse im Landkreis Merzig-Wadern“ hat er verdeutlicht, wie die Projekte des LAPs zur Weiterentwicklung eines Integrationskonzeptes beitragen können. Der Referent hat erläutert, dass der Weg, die Bundesförderung zu nutzen, auch dem Landkreis offen steht. Es gibt Landkreise, die Erfahrungen der Umsetzung der Bundesprogrammen z.B. „Vielfalt tu gut“ sowie vorhandene Strukturen, wie den Begleitauschuss, nutzen, um an weiteren Programmen zu partizipieren und zusätzliche Mittel für die Unterstützung der lokalen Träger zu akquirieren. Herr Gerlach hat angeregt, von der Erfahrung anderer Akteure zu profitieren. Dazu können Projektbeispiele, Konzepte, Publikationen und Methodensammlungen aus mehreren Bundesprogrammen in der „Vielfalt-Mediathek“ beim IDA e.V. angefordert werden.
Die Vorstellung umrundete eine Botschaft der Wertschätzung: „Wir wollen gern dass sie das, was Sie hier tun, erhalten“.