"Vielfalt tut gut. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie"
Projekt "Kinderclub im Hugenottenkabinett"
- Träger: Evangelisch-reformierte Petrigemeinde
- Beginn: 15. November 2007
Wie wird man tolerant? Am besten, man lernt es von klein auf. Im Kinderclub im Hugenottenkabinett werden sich Kinder unterschiedlicher Herkunft ein Mal wöchentlich treffen, um miteinander zu spielen, zu basteln und auf spielerische Weise die Kulturen anderer Länder zu entdecken. Es sind auch spezifische Angebote für Mädchen und für Jungen geplant. Angedacht sind außerdem Ausflüge und Feste, an denen Kinder mit ihren Eltern teilnehmen werden.
Alle Kinder der Stadt sind herzlich eingeladen zu unserem großen Weihnachtscircus am Freitag, den 14. Dezember um 15:00 Uhr in das Gemeindehaus in der Grünstr. 2 zu kommen. Da erwartet Kinder und ihre Eltern der Weihnachtscircus "Reise durch die Welt" gestaltet vom Circus Knopf.
Schon einmal - nämlich vor 300 Jahren - haben die Räume des jetzigen Hugenottenkabinetts dem Zusammenwachsen von Flüchtlingen und Eingesessenen gedient. Damals wie heute war der Weg zur Toleranz und zur gegenseitigen Anerkennung nicht einfach. Im Nachhinein ist jedoch zu konstatieren, dass beide Bevölkerungsgruppen aus diesem Prozess der Annährung bereichert hervorgegangen sind. Diese Erkenntnis erhoffen wir auch mit unserem Projekt.
Im Moment suchen wir noch nach einem männlichen Mitarbeiter, der Freude daran hätte, einen Nachmittag mit den Jungen im Alter von 6 bis 12 Jahren gegen ein Honorar zu gestalten. Wenn sich sonst jemand ehrenamtlich oder im Rahmen eines Praktikums im Kinderclub einbringen möchte, kann sich gerne im Integrationsbüro unter der Telefonnummer 03921/72 63 39 oder im Gemeindebüro der St. Petri-Gemeinde unter der Telefonnummer 03921 / 2293 melden.
Leiterin des Projekts
Tatjana Gütler (34),
Dipl.-Sozialpädagogin mit Zusatzausbildung in Migrationssozialberatung
Lebte in Russland, studierte auf Lehramt in Kasachstan, kam 1995 als Spätaussiedlerin nach Deutschland, studierte dann Sozialpädagogik an der Theologischen Hochschule Friedensau und war anschließend als Heimleiterin in den Studentenwohnheimen tätig.
"Als Russlanddeutsche habe ich sowohl in Russland als auch in Deutschland am eigenen Leibe erfahren, wie schwierig es ist, mit den Vorurteilen und Intoleranz umzugehen. Oft werden Menschen missachtet und gehasst, die gar nichts dafür können. Meistens geschieht es aufgrund von Unkenntnis der Geschichte und von fehlenden persönlichen Kontakten. Lernt man sich näher kennen, beginnt man in einem Fremden das Gemeinsame, das Menschliche zu entdecken und das Andersartige mit positiver Neugierde schätzen zu lernen.
Ich habe sehr viele deutsche und ausländische Freunde und ich möchte keine davon missen. Wir bereichern uns gegenseitig, erklären einander die Welt und sind aufeinander angewiesen. Diese Freundschaften helfen mir, toleranter zu werden."