"Vielfalt tut gut. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie"
Projekt "Integrationslotsin"
- Antragssteller: Evangelischer Kirchenkreis
- Projektleitung: Tatjana Güttler
- Zeitraum: 01.01.-31.12.2009
- Förderschwerpunkt: Soziale Integration
- Projekttyp: Beratungsangebote, Netzwerkarbeit, Veranstaltungen
- Zielgruppe: MigrantInnen, Akteure der Integrationsarbeit
- Förderung: 20.000,00 €
Unter Integrationslotsin wird eine Person mit eigenem Migrationshintergrund verstanden, die selbst in der Gesellschaft gut integriert und an der Integration anderer Zuwanderer interessiert ist. Sie fungiert als ein Bindeglied zwischen Migranten und dem gesellschaftlichen Leben der Stadt.
Eine der Aufgaben der Integrationslotsin ist, Migranten an die bestehenden Angebote der sozialen Einrichtungen und Vereine heranzuführen. Es gibt ganz viele Beratungsstellen, Einrichtungen offener Kinder- und Jugendarbeit, Sportvereine u.a. , die ihre Türen für die ausländischen Mitbürger öffnen, die aber nicht wissen, warum Migranten ihre Angebote nicht in Anspruch nehmen. Die Integrationslotsin informiert die Migranten und begleitet sie, um beiden Seiten zu helfen, zueinander zu finden.
Leiterin des Projekts
Tatjana Gütler (34),
Dipl.-Sozialpädagogin mit Zusatzausbildung in Migrationssozialberatung
Lebte in Russland, studierte auf Lehramt in Kasachstan, kam 1995 als Spätaussiedlerin nach Deutschland, studierte dann Sozialpädagogik an der Theologischen Hochschule Friedensau und war anschließend als Heimleiterin in den Studentenwohnheimen tätig.
"Als Russlanddeutsche habe ich sowohl in Russland als auch in Deutschland am eigenen Leibe erfahren, wie schwierig es ist, mit den Vorurteilen und Intoleranz umzugehen. Oft werden Menschen missachtet und gehasst, die gar nichts dafür können. Meistens geschieht es aufgrund von Unkenntnis der Geschichte und von fehlenden persönlichen Kontakten. Lernt man sich näher kennen, beginnt man in einem Fremden das Gemeinsame, das Menschliche zu entdecken und das Andersartige mit positiver Neugierde schätzen zu lernen.
Ich habe sehr viele deutsche und ausländische Freunde und ich möchte keine davon missen. Wir bereichern uns gegenseitig, erklären einander die Welt und sind aufeinander angewiesen. Diese Freundschaften helfen mir, toleranter zu werden."